NLP Practitioner (DVNLP)

Im Practitioner werden die Basisfertigkeiten und Methoden des NLP vermittelt. Er ist die erste Stufe von drei Stufen der NLP Ausbildung. Unsere Trainings werden zu 100% von zwei Lehrtrainern, DVNLP durchgeführt. Am Ende der Ausbildung zum Pactitioner erfolgt ein schriftlicher und praktischer Test um sicherzustellen, dass die Inhalte verstanden und integriert wurden. Ein erfolgreicher Abschluss ist die Voraussetzung für das NLP Practitioner Zertifikat des Deutschen Verbandes für Neurolinguistisches Programmieren. Der Erhalt des Zertifikates ist Voraussetzung, um die NLP Master Ausbildung zu absolvieren.

Ausbildungsverlauf
Das Seminar umfasst fünf Module und vier Supervisionen. Die Module dauern jeweils fünf Tage und finden im Abstand von ca. sechs Monaten statt. Insgesamt umfassen die Ausbildungsmodule 20 Tage. An- und Abreisetag zählen jeweils als halber Tag. Das Modul V beinhaltet Integration und Test. Wir unterstützen Dich mit fundierten Unterlagen und Übungsaufgaben.
Eine Supervision dauert 12 Stunden. Die Supervisionen finden zwischen den Modulen an einem Wochenende statt.
Wir regen an, regelmäßige Peergroups zu bilden. Diese sind freiwillig und dienen der Vertiefung und der praktischen Anwendung des Gelernten, sowie der persönlichen Weiterentwicklung.

Kosten
Die Kosten pro Modul betragen 390,00 Euro, zgl. 60,00 Euro für das Abschlusszertifikat, die einmalig im letzten Modul fällig werden. Die Kosten für eine Supervision (12 Stunden) betragen 125,00 Euro. Die Kosten sind reine Seminarkosten ohne Unterkunft und Verpflegung.
Des weiteren gelten unsere AGB.

Seminarinhalte

Menschen haben ihre persönlichen Vorannahmen und Ansichten darüber wie die Welt, wie sie und wie andere sind oder sein sollten. Sie resultieren aus unserer Lebensgeschichte. Wenn wir schon Vorannahmen haben, dann ist es sicher bereichernd Annahmen zu machen, die neue Perspektiven und Wahlmöglichkeiten ermöglichen.

Nützliche NLP Vorannahmen sind:

  • Die Landkarte ist nicht das Gebiet
  • Menschen treffen innerhalb ihres Modells, die ihnen in diesem Moment subjektiv beste mögliche Wahl
  • Jeder Mensch hat alle nötigen Fähigkeiten, um gewünschte Veränderungen zu erzielen
  • Jeder bestimmt selbst, was er erlebt
  • Jeder Mensch ist einzigartig
  • Es ist besser, seine Kraft für das Ziel einzusetzen
Es bedeutet, sich auf die Welt des anderen wirklich einzulassen, sich mit ihm abzustimmen, ähnlich wie beim Tanzen. Dies kann verbal oder non verbal geschehen. Ein erster Schritt ist es, vom hinhören zum aktiven Zuhören zu kommen und genau wahrzunehmen. Rapport, also ein vertrauensvoller Kontakt, ist die Voraussetzung für jede Veränderungsarbeit und Führung.
Wir nutzen unsere fünf Sinne – das Sehen, Hören, Fühlen und Schmecken – nicht nur, um Informationen aufzunehmen. Wir nutzen diese Sinne auch, um die eingegangen Informationen uns innerlich zu repräsentieren. Die Augenbewegungsmuster eines Menschen können ein Hinweis sein, in welchem Repräsentationssystem gerade innere Prozesse ablaufen. Dieses Wissen um die sinnlichen Prozesse und die Fähigkeit der genauen Wahrnehmung ist die Basis einer gelungenen Kommunikation. Ebenso ist es für einen guten Rapport wichtig, die Sprachmuster des anderen zu erkennen und über einen adäquaten eigenen Wortschatz der Repräsentationssysteme zu verfügen.
Submodalitäten machen den feinen Unterschied innerhalb unserer Sinnesrepräsentationen. Sie selber sind inhaltsunabhängig, aber sie bestimmen stärker als der Inhalt selbst, wie intensiv eine Erfahrung in Erinnerung bleibt und wie emotional jemand auf eine Erinnerung reagiert. Durch sie sortiert, kodiert und speichert unser Gehirn das was wir erleben. Gerade weil diese Methode so effektiv ist und Einfluss auf das Gefühlsleben hat, ist es wichtig sie nur unter Beachtung und Klärung der ökologischen Stimmigkeit anzuwenden, d.h. dass unser Ziel wirklich stimmig für uns ist.
Gerade bei Konfliktthemen ist es nützlich, über die Fähigkeit zu verfügen eine Situation aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Grinder, einer der NLP Mitbegründer, bezeichnete diese Fertigkeit als Beginn der Weisheit, denn jeder Mensch erlebt seine eigene Wirklichkeit.
Ankern ist von Prinzip eine klassische Konditionierungen. Ein Reiz von außen löst ein bestimmtes inneres Erleben aus. Wir erleben im Alltag ständig natürliche Anker. Ein bestimmtes Lied ruft immer wieder die gleiche emotionale Reaktion hervor. Anker lassen sich nutzen, um emotionale Blockaden zu entmachten und um angenehme lösungsorientierte Gefühlszustände hervorzurufen.
Ressourcen sind zunächst alle Kräfte, Stärken und Fähigkeiten, auch scheinbar destruktive, über die ein Mensch verfügt. Sie sind wertvoll und kostbar. Das Wort kommt aus dem lateinischen und bedeutet Quelle. Es sind nutzbare Energien, die wir für Veränderung und zur Erreichung unserer Ziele einsetzen können. Nicht immer sind uns unsere Ressourcen bewusst. Wenn wir unter Stress und Anspannung stehen, erleben wir häufig, dass wir keinen Zugang zu ihnen haben. Deshalb ist es wichtig, sich wieder in einen lösungsorientierten Zustand zu versetzen, der es erlaubt Zugang zu seinen Ressourcen zu haben. Dafür nutzen wir die Wechselwirkungen von Körper und Geist.
Das Meta-Modell ist ein linguistisches Modell, das hilfreich ist um zu klären worüber der andere inhaltlich spricht. Es klärt Bedeutungen und schärft die Sinne für die Tücken einer vagen Sprache und sensibilisiert für vorschnelle Interpretationen. Das Meta-Modell ermöglicht es, wieder eine Verbindung zwischen Sprache und Erlebtem herzustellen.
Das Milton-Modell ist ein Sprachmodell, das kunstvoll vage ist und Aussagen erlaubt, die spezifisch klingen, aber allgemein genug sind um mit den Erfahrungen des Anderen ausgefüllt zu werden. Es wurde nach Milton Erickson benannt. Der Fokus der Aufmerksamkeit wird nach innen gelenkt. Man kann dieses Modell gut nutzen, um neue positive Erfahrungen zu ermöglichen und neue Wahlmöglichkeiten zu schaffen.
Menschen konstruieren Bedeutungen. Dies wusste schon Epiktet als er sagte: „Es sind nicht die Dinge an sich, sondern die Bedeutung die wir ihnen geben.“ Refraiming heißt einen Perspektivenwechsel zu machen. Dies bewirkt in der Regel auch einen Wechsel im Erleben. Eine neue Sichtweise und Denkweise führt zu mehr Wahlmöglichkeiten und innerer Freiheit.
Das Geheimnis von erfolgreichen Menschen ist, dass sie für eine Aufgabe, die jeweils effektivste Strategie nutzen. Strategien lassen sich im Äußeren beobachten, in der Regel ist es uns jedoch nicht bewusst was wir vorher intern tun. Dies ist aber erforderlich, um die weniger gut funktionierenden Strategien in unserem Leben zu verändern.
Im NLP gibt es Kriterien für wohlgeformte Ziele. Erst wenn das Ziel ganz klar ist und für einen selbst wie auch für das Umfeld ökologisch und in eigener Verantwortung liegt, kann man mit Hilfe von Strategien, neuen Glaubenssätzen, Ressourcen eine Veränderung einleiten. An Wünschen kann man scheitern, an Zielen nicht.

Lernziele
Nach der Ausbildung zum NLP Practitioner bist Du in der Lage, die NLP-Grundmuster und Interventionen selbstverantwortlich und kreativ zu nutzen, um Deine kommunikativen und sozialen Kompetenzen zu verbessern.
Du bist befähigt, Deine Haltung Dir und anderen gegenüber so zu verändern, dass Du tragfähige und respektvolle Beziehungen aufbaust.
In herausfordernden Situationen kannst Du handlungsfähig bleiben und auf lösungsrelevante Ressourcen zugreifen. Du bist in der Lage, Optimismus und Widerstandskraft zu entwickeln sowie Veränderungsprozesse effektiv zu gestalten und mit Herausforderungen souverän umzugehen. Du erweiterst Deine Wahlmöglichkeiten und kannst so Dein Leben und Arbeiten selbstverantwortlich und kreativ gestalten. Belastende Emotionen, Gedanken und Blockaden erkennst Du rechtzeitig und kannst diese entmachten.
Du entwickelst Klarheit bezüglich eigener Ziele, bist in der Lage für Dich stimmige und passsende Ziele zu formulieren und systematisch umzusetzen, um ein glückliches und zufriedenes Leben zu gestalten.